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Hotel / Chronik

Wassermühle Heiligenthal
 
Die „Wassermühle Heiligenthal“ verdankt ihre Entstehung einem Kloster, das der Prämonstratenserorden 1316 in Siebelingsborstel westlich von Lüneburg errichtete.

Sein Name Sancta Vallis (Heiliges Tal) wurde bald auch zum Dorfnamen.1382 in die Stadt Lüneburg verlegt, löste sich das Kloster 1530 bei der Reformation auf. Aus dem Klostergut mit der Mühle in Heiligenthal wurde nun ein adliger Hof, der von 1562 bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts Stammsitz der Familie v. Möller war.
 
Vom Kloster ist nichts erhalten, und auch von dem adligen Hof ist inzwischen fast nichts mehr zu sehen. Nur die kleine Gutskapelle aus dem 16. Jahrhundert steht noch; 1975 gründlich renoviert, dient sie jetzt dem örtlichen Gottesdienst und wird auch von Auswärtigen gern als romantischer Rahmen für
Trauungen gewählt.
 
Die Wassermühle hat ihren Platz seit eh und je am südlichen Ortseingang, wo der unterhalb des Dorfes verlaufende Bach zu einem Teich aufgestaut wird. Als Gutsmühle wurde sie bis 1865 von Pächtern bewirtschaftet, die sich bis 1691 zurück nachweisen lassen. 1929 kaufte Paul Zackariat aus Göddenstedt im Kreis Uelzen die Mühle; er ließ 1950 das heutige Mühlengebäude aus Felsquadern, Backstein und Fachwerk errichten, das sich wie eine Burg aus dem Bachtal erhebt. Mit einer Turbine, die das traditionelle Wasserrad ersetzte, und mit moderner Technik wurde die Tagesleistung der Mühle auf 5t erhöht.
 
Aber auch damit konnte der Mühlenbetrieb nicht auf Dauer gesichert werden. So entschlossen sich Paul Zackariat jun., der die Mühle 1965 übernommen hatte, und seine Frau Elfie dazu, das bereits 1749 bezeugte Schankrecht der Mühle wieder aufleben zu lassen und in der alten Fachwerkscheune am Teich eine Gaststätte einzurichten, deren Kennzeichen eine verfeinerte heimische Küche sein sollte. Das Wagnis gelang: das am 18. Oktober 1973 eröffnete Restaurant „Wassermühle Heiligenthal“ fand regen Zuspruch und wurde bald weit über die Grenzen Lüneburgs hinaus bekannt.
 
Nach der Einstellung des Mahlbetriebs 1981 und kontinuierlichem Ausbau präsentiert sich die Wassermühle Heiligenthal“ heute in der dritten Generation der Familie Zackariat als komplexer Gastronomiebetrieb unter fachmännischer Leitung - mit dem Restaurant und mit Konferenzräumen in der Fachwerkscheune, mit einer lauschigen Terrasse am Teich, mit einem Festsaal und einer Bar im Mühlengebäude sowie mit einem schmucken Hotel im früheren Wohnhaus an der Mühle und im 2006 fertiggestellten Gästehaus. Daneben ist die Einrichtung der Mühle noch weitgehend erhalten; mit der Turbine wird jetzt Strom erzeugt.
 
Dr. Richard Gerecke Hamburg
(der 1943 in der Mühle das Laufen gelernt hat)
 
Einzigartige Lage im Grünen Nur wenige Minuten von der Autobahn A7 (Abfahrt Garlstorf aus Richtung
Hamburg, Abfahrt Soltau-Ost aus Hannover) entfernt, liegt Heiligenthal eingebettet in Wiesen und Wälder am Rande der 1000-jährigen Salzstadt Lüneburg (5 km vom Zentrum) und der Lüneburger Heide. Hamburg im Nordwesten und Mecklenburg im Osten, beides nur ca. 40 Autominuten entfernt, machen die Wassermühle Heiligenthal zum idealen Ausgangspunkt für Ausflüge oder Geschäftsbesuche.